Die neue Parkierverordnung vereinfacht das Parkierwesen in Dietikon und schafft mehr freie Parkplätze für Gewerbe und Besucher. Gleichzeitig sorgt sie für mehr Sicherheit in den Quartieren und ist als überparteilicher Kompromiss sowie von Stadt- und Gemeinderat breit abgestützt.

Einfach und Flexibel

Die neue Parkierverordnung vereinfacht das Parkieren in Dietikon grundlegend. Alle blauen Zonen werden durch weisse Zonen ersetzt. Damit gelten einheitliche Regeln für die ganze Stadt, einfacher verständlich für alle. Gleichzeitig gewinnt die Stadt mehr Kontrolle über ihre eigenen Parkplätze.

Auch für Besucherinnen und Besucher wird das Parkieren flexibler. In der blauen Zone ist das Parkieren heute tagsüber zeitlich begrenzt. Wer länger bleiben möchte, muss also umparkieren. In der weissen Zone darf man so lange parkieren wie man möchte und zahlt auf die Minute genau, am einfachsten per App. Komplizierte Regelungen mit Halbtages- oder Tageskarten gehören der Vergangenheit an (werden aber weiterhin angeboten).

Für mehr Sicherheit in den Quartieren

Grosse Lieferwagen, die dauerhaft in Quartierstrassen parkieren, sind ein Sicherheitsrisiko, besonders für Kinder. Sie verdecken die Sicht und machen die Strasse unübersichtlich. Heute können Handwerker, die in Dietikon wohnen, ihren Lieferwagen mit einer Anwohnerparkkarte günstig vor dem Haus parkieren. Das ändert sich: Anwohnerparkkarten werden künftig nicht mehr für Lieferwagen ausgestellt.

Wer als Handwerker in Dietikon arbeitet, kann wie gewohnt mit einer Serviceparkkarte oder gegen Gebühr vor dem Einsatzort parkieren. Und wer seinen Lieferwagen trotzdem nach Hause nehmen möchte, wird nicht vergessen: Mit der neuen Lieferwagen-Dauerparkkarte darf man in Industriezonen und den grossen Parkieranlagen an der Badstrasse, im Zelgli oder Glanzenberg parkieren, damit alle weiterhin einen Parkplatz in Fussdistanz finden.

Mehr Parkplätze für Gäste und Gewerbe

Die neue Parkierverordnung hebt keinen einzigen Parkplatz auf.

Im Gegenteil: Weil privates Dauerparkieren im öffentlichen Raum unattraktiver wird, verlagert es sich auf private Parkplätze – zum Beispiel in Tiefgaragen. Damit werden mehr Plätze für Besucherinnen, Besucher und das Gewerbe frei.

Ein Echter Kompromiss

Die Vorlage ist keine ideologische Übung, sondern das Ergebnis einer breiten Diskussion im Gemeinderat. Linke Parteien hätten gerne weniger Parkplätze und stärkere Preiserhöhungen gehabt, rechte Parteien umgekehrt. Herausgekommen ist ein pragmatischer Mittelweg, der von Mitte, GLP, SP, Grünen, und AL mitgetragen wird. Genau so funktioniert Demokratie in Dietikon.

Fakten

Klare Regeln für sichere Quartiere. Stadtweit einheitliche Regeln geben der Stadt die Handhabe, bei Konflikten und Sicherheitsrisiken in den Quartieren einzugreifen.

Einfach bezahlen. Ob per App, Münze oder Karte — die Stadt bietet verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an. So bleibt das Parkieren für alle zugänglich.

Faire Preise für öffentlichen Raum. Wer öffentlichen Raum dauerhaft beansprucht, soll dafür einen fairen Preis zahlen. Sonst subventioniert die Allgemeinheit privates Dauerparkieren.

Die neue Parkierverordnung ist Gewerbefreundlich. Sie schafft freie Parkplätze für Kundinnen, Kunden und Lieferanten.

Wir sind nicht allein.